29.09.2026

Raus aufs Feld!

Neues Leben aus den „alten Wurzeln“

Dem Wetter zum Trotz…

Am Sonntag (27.9.) fand, dem Wetter zum Trotz, unsere Aktion „Raus aufs Feld!“ statt.

Wir besuchten den vom Feuer zerstörten Olivenhain in der Lage Bogdani, um die jungen Bäumchen, die aus den Überresten der alten Olivenbäume hervorgewachsen sind, von den zahlreichen Schösslingen zu befreien. Die „alten Wurzeln“ nähren nämlich nicht nur die jungen Bäume, sondern auch unzählige neue Triebe. Damit die jungen Bäume nicht wieder zu dichtem Buschwerk werden, müssen sie zweimal im Jahr, im Herbst und im Frühjahr, freigeschnitten werden. Eine Sisyphusarbeit im Land des Sisyphos.

Mit dabei waren Natasa, Mikis und Venizelos.

Nach einem kurzen Spaziergang über die schlammigen Wege und einigen räuberischen Zwischenstopps an den Feigenbäumen, die uns unterwegs begegneten, erreichten wir den Olivenhain. Die Erde duftete herrlich und die Bäume glänzten vom Regen. In diesem Jahr tragen diese jungen Bäume zum ersten Mal Früchte. So hatten wir Gelegenheit, die Unterschiede zwischen ihren Oliven zu beobachten und über die Geschichte dieses besonderen Olivenhains zu sprechen.

Zwischen den jungen Bäumen und den alten Wurzeln

Die Arbeit nimmt niemals ein Ende…

Dann machten wir uns mit Begeisterung an die Arbeit und entfernten mit unseren Hacken die kräftigen Schösslinge. Während der Nieselregen immer wieder einsetzte und aufhörte, badeten wir buchstäblich in der Natur. Am Ende war es allerdings nicht der Regen, der uns zum Aufhören brachte, sondern der Tsipouro (griechischer Traubentresterbrand).

Sei’s drum. Der größte Teil der Arbeit war geschafft. Schließlich schrieb schon der griechische Schriftsteller Konstantinos Theotokis: „Die Arbeit nimmt niemals ein Ende, der Mensch aber schon … Und die Tiere auch! Überfordert sie nicht.“

Wir fanden, das sollte auch für uns gelten. Es war Zeit für die Taverne.

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